Herbst auf Texel
1. Teil

Mitte November 2014

Besucherzaehler

Eigentlich hatten wir vor, in den herbstlich-bunten Pfälzer Wald zu fahren. Aber von Südwesten näherte sich ein Regengebiet ...

Ganz spontan haben wir uns deshalb entschlossen, nach Texel zu fahren.
Morgens um 8h30 beim Ferienpark 'De Krim' angerufen, und um 10 Uhr losgefahren ...

Dienstag, 11. November

Das Regengebiet hatte bereits den ganzen Westen erfasst.
Doch wir haben den Regen in Deutschland hinter uns gelassen
und genau hinter der Grenze zu den Niederlanden wurde es trocken.

Bei der 20minütigen Fahrt mit der stündlich verkehrenden Fähre
von Den Helder nach Texel begrüßte uns sogar die Sonne.

In der Dämmerung kamen wir im Ferienpark 'De Krim' bei De Cocksdorp an.

Geweckt wurden wir am nächsten Morgen von einem Hahn, der kurz vor 8 Uhr auf dem Stellplatz erschien, pünktlich zur Öffnung des Supermarkts.
Im gut sortierten Supermarkt des Ferienparks gibt es seehr leckere Brötchen, die auch beim Federvieh beliebt sind.

 

Mittwoch, 12. November

Am ersten Vormittag ging es natürlich gleich zum Strand.

Wir haben eine Wanderung vom Strandpavillon an Paal 28 um die Nordspitze mit dem Leuchtturm
bis nach De Cocksdorp an der Ostküste gemacht.

Der knallrote Leuchtturm an der Nordspitze von Texel liegt an einem der breitesten Strände der Insel.

Donnerstag, 13. November

Am zweiten Tag sind wir mit dem WoMo zum Strandpavillon am Paal 28 gefahren und
haben diesmal eine Wanderung in südliche Richtung zum Durchbruch von 'De Slufter' gemacht.

Schalen von Schwert- und Scheidenmuscheln.
Die lebenden Muscheln graben sich tief in den Sand ein.

Texel ist sehr hundefreundlich - nicht nur im Winter.

Das Wetter war herrlich und für November ungewöhnlich warm.

Am Durchbruch von "De Slufter" ging es dann durch die Dünen zurück zum Parkplatz am Strandpavillon bei Paal 28.

"De Slufter" ist das einzige Gebiet der Niederlande wo die Nordsee ungestört einströmen kann.
Die weite Ebene zwischen den Dünenketten ist zum Meer hin offen.

'De Slufter' ist durch einen Zufall entstanden. 1858 brach bei einem schweren Sturm der neue Flugsanddeich im Westen des kurz vorher eingedeichten Eierlands an 3 Stellen durch, an denen sich tiefe Rinnen bildeten. Zwei Durchbrüche konnten wieder abgedichtet werden, aber beim 'Kleinen Slufter' gelang das selbst nach mehrmaligen Versuchen (der letzte 1925) nicht. So entstand ein ganz besonderes Naturreservat.

Durch die wiederholten Überflutungen mit Nordsee-Wasser weist 'De Slufter' eine seltene Salz-Schlickwiesenvegetation auf.

Das Ergebnis ist eine atemberaubende Landschaft, die auch ein wichtiger Brutplatz für viele Vogelarten ist.

Teilweise stehen große Flächen unter Wasser.

Freitag, 14. November

Die Brötchenkrümel vom Frühstück bekamen die vielen Hühner, Gänse und Enten, die jeden Morgen pünktlich auf dem Stellplatz erschienen.

Diesmal sind wir nach De Koog gefahren und sind von dort am Strand entlang zum Sluftergat
und zurück auf der Landseite durch die Dünen bei 'De Muy' gewandert.

In jedem Dünengebiet kommen relativ große Unterschiede in der Flora vor.
Diese Unterschiede entstehen durch Feuchtigkeitsgrad und Klima, vor allem aber durch die Menge an Kalk in den Dünen.

In den jungen, kalkreichen Dünen am Meer wächst v.a. Strandhafer, aber auch Sanddorn.

Der Wasserstand der Priele ist stark gezeiten- und jahreszeitabhängig.

Auch hier stehen große Flächen unter Wasser.

Es ist eine Landschaft von ganz besonderem Reiz.

Wenn man der Natur ihren Gang ließe, dann würde hier durch Sukzession mit der Zeit ein Wald entstehen
und die vielfältigen Wiesen, offenen, nahrungsarmen Sumpfgebiete und weiten Heidelandschaften würden verschwinden.
Durch die extensive Beweidung wird die Verbuschung verhindert und es entsteht ein besonders abwechslungsreiches Naturgebiet.

Besonders idyllisch war diese Schafscheune mit ihrem Grassodenwall


noch mehr Texel bei de Koog ...


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