Traumpfade
an der Untermosel

Ende Januar 2014

Besucherzaehler

Der Winter 2013/14 war mal wieder keiner. Es war extrem mild, was uns beim D-Wurf im November natürlich sehr willkommen war. Nach Weihnachten standen wir dann in den Startlöchern - wir wollten weg. Der Januar blieb mild, war aber auch recht nass. Ständig zogen Regengebiete über ganz Deutschland hinweg. Hier im Westen schien es noch am trockensten zu sein. Ende Januar versprach der Wetterbericht dann endlich ein paar trockene Tage. Also starteten wir zu einem Kurztrip an die untere Mosel, wo wir einige Traumpfade erkunden wollten.

Erstmals haben wir auf unseren Wanderungen Argus nicht mehr mitgenommen. Er ist inzwischen fast 13 Jahre alt und wäre auf diesen Touren sowohl von der Länge als auch vom Schwierigkeitsgrad her überfordert gewesen. Er hat es sich derweil in unserer mobilen Hundehütte bequem gemacht und sie bewacht. Die Ruhe hat ihm gut getan.

Die Traumpfade sind wirklich wunderschöne Wanderwege und unverlaufbar gut ausgeschildert. Nur eins muss man ehrlicherweise sagen: wenn es geregnet hat, gibt es immer wieder sehr matschige Passagen, in denen man sich wünscht, Gummistiefel dabei zu haben. Aber so ist das auf naturnahen Wegen nun mal: Natur ist nicht das, was wir uns wünschen, sondern das, was uns in der Wirklichkeit begegnet. Mit wasserdichten Wanderschuhen ist man hier also gut beraten. Da wir uns Zeit lassen und immer wieder an beschaulichen Plätzen stehen oder sitzen bleiben, haben wir auf allen Touren länger gebraucht als angegeben.

Es gibt sicher günstigere Jahreszeiten, um auf den Traumpfaden zu wandeln. Wenn der blühende Raps auf den Feldern die Landschaft in sein sattes Gelb taucht, die Ginsterhecken erblühen, die Sonne den Bäumen die ersten Blätter entlockt und das Immergrün (Vinca minor) im Schluchtenwald blaue Teppiche webt, sind die Traumpfade sicher noch bezaubernder. Aber schöne Wanderwege haben immer ihren Reiz, und deshalb sollten wir ihnen das nicht das übel nehmen, was ihnen diesmal fehlt.

Eins ist schon mal sicher: Wir werden wieder kommen und weitere Traumpfade erkunden.


Am Anreisetag hatten wir uns nur wenig vorgenommen.
Trotzdem begann der Ausflug mit einer Enttäuschung.
Burg Thurant in Alken war wegen Bauarbeiten geschlossen,
obwohl sie im Januar eigentlich offen sein sollte.
Das war schon ärgerlich!
Nirgendwo beim Aufstieg ein Hinweis auf die Schließung.
Wir haben den Aufstieg ganz umsonst gemacht.

Auf dem Parkplatz unterhalb der Burg war unser Wohnmobil auch nicht willkommen.
Also kehrten wir Alken und seiner Burg frustriert den Rücken und fuhren weiter. Es konnte nur besser werden.

Ausflug zur Teufelslay

Nur 3 km weiter fanden wir in Brodenbach schnell den Womo-Stellplatz
und entschlossen uns spontan, schon einen Teil
der eigentlich für morgen geplanten Wanderung zu machen.

Der schmale Pfad vom Brodenbach zur Teufelslay ging anfangs steil bergauf.
Später schlängelte er sich an den steilen Schieferhängen entlang. >

< Auf einem schmalen Grat führte der Weg zwischen Krüppeleichen hindurch.

Belohnt wurde die Anstrengung durch schöne Ausblicke ins Moseltal.
An der Teufelslay-Schutzhütte kehrten wir dann wieder um -
zurück zu unserem rollenden Ferienhaus
und freuten uns auf ein Abendessen im Gasthof "Am Yachthafen"

Bergschluchtenpfad Ehrenburg

Am nächsten Tag starteten wir nach einem Frühstück mit frischen Brötchen zu einer erlebnisreichen Wanderung über den Bergschluchtenpfad.
Für den ganzen Rundweg wird eine Gehzeit von 6:30 Stunden angegeben. So lange wollten wir unseren Hundeopi aber nicht warten lassen. Deshalb halbierten wir den Rundweg und gingen diesmal nicht Richtung Teufelslay, sondern folgten dem Trimm-dich-Pfad entlang des wildromantischen Brodenbaches.

Der Pfad führte uns durch tiefe Felsschluchten und die Hündinnen hatten ihren Spaß. Carlas Augen blitzten vor Unternehmungslust.
Chili war vor Übermut kaum zu bremsen und stürzte sogar einen 3 m hohen Felsen hinab, überschlug sich ...
- Frauchen blieb vor Schreck fast das Herz stehen -
Chili aber schüttelte sich nur und rannte unbeeindruckt weiter ... typisch KamikazeChili ...

Ein Highlight war das Donnerloch. Es trägt seinen Namen ganz zu recht. ... Donnernd stürzt der Bach über Felsstufen hinab
und die mächtigen Wände des Felstrogs verstärken die Geräuschkulisse des tosenden Wassers noch zusätzlich.
Hier war eine ehemalige Kultstätte der Germanen, die dem Gott Donar geweiht gewesen sein soll.
Bei der mystischen Atmosphäre, die dieser Ort ausstrahlt, glaubt man das gerne.

Auf steilem Pfad haben wir das Brodenbachtal dann verlassen und folgten dem gut ausgezeichneten Weg zur Ehrenburg

Und diesmal hatten wir sogar richtig Glück.
Obwohl die Burg z.Zt. eigentlich geschlossen ist, stand das Burgtor offen.
Handwerker gingen ein und aus um eine Natursteinwand zu restaurieren.
So konnten wir uns in aller Ruhe im Innern der Anlage umsehen.

Frauchen warnt: "Wenn ihr Euch nicht benehmt, kommt ihr da rein!" >

Blick zurück zur Ehrenburg und hinunter ins Moseltal nach Löf und Brodenbach. Am Hang gegenüber liegt die Teufelslay.
Ganz im Hintergrund sieht mal Alken. Sogar Burg Thurant ist auf dem Bergrücken schemenhaft zu erahnen.

Traumpfad Eltzer Burgpanorama
ausgezeichnet als Deutschlands schönster Wanderweg 2013

< In gemächlichen Kehren und Kurven geht es von der Hochfläche ins Elzbachtal hinab.
Nach der offenen Feld- und Wiesenlandschaft der Hochebene am Anfang des Rundweges
treten wir nun in eine ganz andere, engere Welt ein.

Im Auebruch teilt sich der wirbelnde Elzbach in viele kleine Seitenarme.

rechts: Der Weg führte um eine Felsnase herum - und da sprang sie uns plötzlich ins Auge - DIE Burg schlechthin!

Ob man unserem Haus- und Hof-Fotografen einen Streich spielen wollte?
Am Fuße der Burg wurde gerade Holz verbrannt.
Dadurch war das ganze Tal mit Qualm erfüllt
und die Burg wirkte noch geheimnisvoller
- Burgenromantik pur -

Das Besondere an einem Besuch im Januar: Burg Eltz ohne Besuchermassen - ein nicht zu unterschätzender Vorteil der Jahreszeit

Eine Burg wie im Märchen: hochgereckt und
ausgestattet mit unzähligen Türmen und Türmchen, Erkern und Balkonen.

Weiter ging es durch das abwechslungsreiche Elztal,
an dessen Hang die Hunde eine kleine Höhle entdeckt haben.

Pyrmonter Felsensteig

< Unser Parkplatz lag direkt unterhalb der Burg Pyrmont.
Aber erst einmal lagen 11,7 km Wanderweg und 363 Höhenmeter vor uns.

Die Drei Kreuze wurden 1652 aus Dank für die überstandenen Nöte
des Dreißigjährigen Krieges errichtet.

Der Aussichtspunkt auf dem Sammetzkopf:
ein "Gipfelkreuz" auf einer Hochebene??

Abstieg über einen Felsenpfad durch das Naturschutzgebiet am Juckelberg >
mit seinen knorrigen Wäldern, Schlehen- und Ginstergebüsch.

Gemütliche Rast auf einer 'Traumbank' an der Hauerhütte mit schöner Aussicht —
und Pfade, die sich an der Elz entlangschlängeln - ganz so, wie unser Wanderherz es liebt ...
Genuss pur!

Der Weg durch's wildromantische Elzbachtal ist wunderschön.

Der Elzbach rauscht nach den vielen Regenfällen der letzten Wochen gut gefüllt dahin.

Auf und ab entlang den Klippen der Teufelskammer

Die Felsen mit ihrer Klippenflora aus Moosen und Farnen
(hier ein schöner Bestand von "Engelsüß")
kommen im kargen Winterwald natürlich besonders gut zur Wirkung.

Die Bäume sind noch unbekleidet, also nackt

Burg Pyrmont

In den Felswänden am Wegrand kann man immer wieder kleine Höhlen entdecken >

Das Sahnehäubchen zum Abschluss der Wanderung: die Pyrmonter Mühle mit dem größten Wasserfall der Eifel und Blick auf die Burg.


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